Drainageschacht
Ein Drainageschacht ist der Zugang zu einer Leitung, die sonst unerreichbar unter der Erde liegt. Über ihn kontrollieren Sie, ob Wasser läuft, und spülen die Stränge frei.
Schächte in DN 315 mit Anschlüssen in DN 80 und DN 125, mit geländebündigem Deckel. Größere Anschlüsse fertigen wir auf Anfrage.
Was ist ein Drainageschacht?
Ein Drainageschacht ist ein senkrechtes Kunststoffrohr mit Anschlüssen für die Dränleitung und einem Deckel an der Oberfläche. Die Leitung läuft unten hindurch oder mündet ein, oben bleibt der Zugang offen.
Er ist die einzige Stelle, an der eine Dränung nach dem Bau noch zugänglich ist. Wer ihn weglässt, spart bei der Anlage ein paar Euro und bezahlt sie beim ersten Problem mit einem aufgerissenen Rasen.
Wofür nutzen Sie den Schacht?
- Kontrolle: Nach einem kräftigen Regen sehen Sie, ob Wasser läuft und wie klar es ist.
- Spülung: Ein Schlauch in die Leitung, und abgesetztes Material wird zum Auslauf gespült.
- Sammelpunkt: Mehrere Stränge münden an einer Stelle zusammen.
- Schlammfang: Feinmaterial setzt sich im Schacht ab statt in der weiterführenden Leitung.
- Fehlersuche: Steht Wasser im Schacht, wissen Sie, dass das Problem hinter ihm liegt.
Wo gehört ein Schacht hin?
| Stelle | Warum |
|---|---|
| An jeder Richtungsänderung | Ecken sind die häufigsten Ablagerungsstellen |
| Spätestens alle 50 Meter | Spülschlauch und Wasserdruck reichen nicht unbegrenzt |
| Am Zusammenlauf mehrerer Stränge | ein Zugang für alle Leitungen |
| Vor dem Auslauf | Schlamm setzt sich hier ab statt im Graben |
| Unter befestigten Flächen | dort ist Aufgraben am teuersten |
Richtwerte aus der deutschen Praxis. Maßgebend sind DIN 4095 für die Gebäudedränung und DIN 4262-1 für Rohre und Formstücke.
Welche Anschlüsse braucht Ihr Schacht?
Unsere Schächte haben Anschlüsse in DN 80 und DN 125, damit sind die gebräuchlichen Drän- und Ableitungsnennweiten abgedeckt. Für Sammler in DN 160 oder DN 200 fertigen wir den Schacht nach Maß. Die Dränleitung stecken Sie direkt auf den Klickanschluss, die weiterführende Leitung schließen Sie am glatten Abgang an.
Brauchen Sie eine andere Kombination, etwa mehrere Einläufe auf unterschiedlichen Höhen, fertigen wir den Schacht nach Ihren Angaben. Schicken Sie uns eine Skizze mit den Anschlusshöhen und Nennweiten.
Wie spülen Sie die Leitung frei?
- Deckel abnehmen und nachsehen, ob Wasser im Schacht steht.
- Gartenschlauch oder Hochdruckschlauch in den Leitungsabgang einführen, in Fließrichtung.
- Wasser laufen lassen und den Schlauch langsam vorschieben.
- Am Auslauf prüfen, was herauskommt. Klart das Wasser auf, ist die Strecke frei.
- Schacht selbst ausspülen, damit der abgesetzte Schlamm nicht liegen bleibt.
- Deckel schließen und das Datum notieren.
Arbeiten Sie in Fließrichtung, also vom Hochpunkt zum Auslauf. Gegen die Fließrichtung spülen Sie das gelöste Material nur tiefer in den Strang.
Das gehört dazu
Die Leitung besteht aus Drainagerohren, angeschlossen mit Teilen aus dem Drainage-Zubehör, darunter die Klickmuffe und das T-Stück. Hinter dem Schacht geht es über ein Auslaufrohr weiter. Soll das Wasser versickern, kombinieren Sie mit Sickerboxen und Rigolensystemen und einem Schlammsammler.
Häufige Fragen zum Drainageschacht
Brauche ich wirklich einen Schacht?
Sobald die Leitung unter Rasen, Pflaster oder Terrasse liegt, ja. Ohne Schacht ist eine verschlammte Dränung nur durch Aufgraben zu retten. Mit Schacht führen Sie einen Schlauch ein und spülen in wenigen Minuten frei. Nach DIN 4095 gehört an jede Richtungsänderung einer Gebäudedränung ohnehin ein Kontrollschacht.
In welchem Abstand setze ich Schächte?
An jeder Richtungsänderung und spätestens alle 50 Meter. Diese Werte nennt die deutsche Fachliteratur zu DIN 4095 für die Gebäudedränung, und sie sind auch im Garten eine brauchbare Regel. Bei langen geraden Strängen setzen Sie zusätzlich am Hoch- und am Tiefpunkt einen Schacht.
Heißt das Bauteil Drainageschacht oder Kontrollschacht?
Beide Begriffe meinen dasselbe. Im Handel finden Sie es als Drainageschacht, Kontrollschacht, Revisionsschacht oder Spülschacht, je nachdem, welche Funktion betont wird. Nicht verwechseln mit dem Sickerschacht: Das ist eine Versickerungsanlage und kein Zugang zur Leitung.
Muss der Deckel sichtbar bleiben?
Praktisch ist es. Der Deckel lässt sich bündig mit dem Rasen oder der Pflasterfläche setzen und fällt dann kaum auf. Wollen Sie ihn ganz verbergen, setzen Sie den Schacht etwas tiefer und decken ihn mit einer dünnen Schicht Kies ab. Markieren Sie die Stelle, sonst suchen Sie in fünf Jahren mit dem Spaten.
Wie oft muss ich spülen?
Das hängt von Bodenart und Wasserqualität ab. Spülen Sie nach dem ersten Winter einmal und sehen Sie sich an, was herauskommt. Bleibt das Wasser klar, genügt eine Kontrolle alle paar Jahre. Kommt viel Feinmaterial oder Eisenocker mit, setzen Sie ein kürzeres Intervall an.
Kann ich einen Schacht nachträglich einbauen?
Ja. Sie graben die Leitung an der gewünschten Stelle frei, trennen sie im Wellental durch und setzen den Schacht dazwischen. Der Aufwand ist überschaubar, solange Sie wissen, wo die Leitung liegt. Deshalb lohnt es sich, die Trasse nach dem Bau einmal aufzuzeichnen.
Schacht nach Maß
Nennen Sie uns die Anschlusshöhen, die Nennweiten und die gewünschte Schachthöhe, dann bekommen Sie ein Angebot für einen Schacht, der auf Ihre Trasse passt. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.