Drainage-Zubehör
Zum Drainage-Zubehör gehören alle Formstücke, die aus einzelnen Rohrrollen ein geschlossenes System machen: Muffen, T-Stücke, Kreuzstücke, Bogen, Reduzierstücke, Endkappen und Schächte.
Alle Formstücke sitzen mit Klickverbindung auf der Rohrwelle. Die meisten gibt es in DN 50 bis DN 200, das Auslaufrohr bis DN 125.
Was gehört zum Drainage-Zubehör?
Unter Drainage-Zubehör fallen alle Bauteile, die nicht das Rohr selbst sind: Verbinder, Abzweige, Querungen, Richtungswechsel, Nennweitenübergänge, Abschlüsse und der Schacht. Sie sitzen alle nach demselben Prinzip auf der Rohrwelle.
Der praktische Vorteil dieses Systems: Sie brauchen kein Werkzeug, keinen Kleber und keine Dichtung. Formstück über das Rohrende schieben, bis es hinter den Wellen einrastet, fertig. Im Graben, bei Nässe und mit Handschuhen zählt genau das.
Welches Teil wofür?
| Formstück | Aufgabe | Menge |
|---|---|---|
| Klickmuffe | verbindet zwei Rohre in gerader Linie | je Rohrstoß eine |
| T-Stück | führt einen Sauger in den Sammler | je Abzweig eines |
| Kreuzstück | lässt vier Leitungen an einem Punkt zusammentreffen | je Kreuzung eines |
| Bogen | Richtungswechsel ohne Knick im Rohr | je Ecke einer |
| Reduzierstück | verbindet zwei Nennweiten | je Übergang eines |
| Endkappe | schließt das obere Strangende | je Strangende eine |
| Auslaufrohr | Übergang zum Graben oder zur Leitung | je Auslauf eines |
| Drainageschacht | Kontrolle und Spülung | an jeder Richtungsänderung |
Wie stellen Sie die Stückliste zusammen?
- Trasse aufzeichnen, grob und ohne Maßstab, mit allen Strängen und dem Auslaufpunkt.
- Rohrlänge ermitteln und durch die Rollenlänge teilen, das ergibt die Zahl der Stöße.
- Abzweige zählen: jede Stelle, an der ein Strang in einen anderen mündet, bekommt ein T-Stück.
- Richtungswechsel markieren und entscheiden, ob das Rohr den Bogen selbst schafft oder ein Formstück nötig ist.
- Strangenden zählen und je Ende eine Endkappe einplanen.
- Schächte setzen, an jeder Richtungsänderung und spätestens alle 50 Meter.
Ein Beispiel: vier Sauger von je 20 Metern in DN 65, die in einen Sammler in DN 80 münden. Das ergibt vier reduzierende T-Stücke, vier Endkappen, die Muffen für die Rohrstöße und einen Schacht am Tiefpunkt.
Warum sitzt alles auf der Welle?
Die Wellenform des Dränrohres erfüllt drei Aufgaben: Sie gibt Ringsteifigkeit gegen die Erdlast, sie macht das Rohr biegsam genug für die Rolle, und sie bietet den Formstücken einen Hinterschnitt zum Einrasten. Deshalb braucht eine Dränverbindung weder Kleber noch Dichtring.
Achten Sie beim Aufschieben darauf, dass das Rohrende sauber abgeschnitten ist, am besten im Wellental. Ein schräg abgeschnittenes Ende rastet nur auf einer Seite ein und zieht sich beim Verfüllen wieder ab.
Das gehört dazu
Die passenden Rohre finden Sie unter Drainagerohre, das Filtervlies für das Kiesbett unter Geotextil-Vlies. Soll das Wasser versickern, ergänzen Sie Sickerboxen und Rigolensysteme mit einem Schlammsammler davor.
Häufige Fragen zum Drainage-Zubehör
Welche Formstücke brauche ich mindestens?
Für einen einfachen Strang brauchen Sie eine Verbindungsmuffe je Rohrstoß, eine Endkappe am oberen Ende und ein Auslaufrohr oder einen Schacht am Tiefpunkt. Sobald mehrere Stränge zusammenlaufen, kommen T-Stücke dazu, bei einem Wechsel der Nennweite Reduzierstücke und an Richtungswechseln ein Bogen. Rechnen Sie bei allen Formstücken eine kleine Reserve ein.
Passen die Formstücke auf jedes Drainagerohr?
Auf unsere Dränrohre ja, denn sie haben dieselbe Wellenform, unabhängig von der Filterummantelung. Ein Formstück wird über das Rohrende geschoben und rastet hinter den Wellen ein. Bei Rohren anderer Hersteller prüfen Sie vorher den Wellenabstand, der kann abweichen.
Warum PP und nicht PVC?
PP bleibt bei Kälte schlagzäh, PVC ist bei Frost empfindlicher gegen Stoßbelastung. Ein Formstück in 80 Zentimetern Tiefe wird nie wieder angefasst, deshalb zählt genau diese Eigenschaft beim Verfüllen und im ersten Winter. PP ist zudem chemisch beständig und kann auch in belastetem Boden liegen.
Muss ich die Verbindungen abdichten?
Im Dränstrang nicht. Die Leitung soll Wasser aufnehmen, sie steht nicht unter Druck und führt kein Abwasser. Die Klickverbindung hält die Rohre mechanisch zusammen. Anders ist es bei der Ableitung zum Vorfluter: Dieses Vollwandrohr wird dicht verbunden, damit das Wasser nicht neben dem Gebäude wieder versickert.
Welche Nennweiten führen Sie?
Die Formstücke gibt es von DN 50 bis DN 200, damit decken sie auch Sammelleitungen ab, die deutlich größer sind als die Rohre im Gartenbereich. Reduzierstücke verbinden zwei Nennweiten miteinander, etwa einen DN 60 Sauger mit einem DN 100 Sammler.
Stückliste statt Suchen
Eine Handskizze mit den Strängen, den Nennweiten und dem Auslaufpunkt genügt uns. Sie bekommen die vollständige Aufstellung aller Formstücke zurück, mit Mengen. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.