Dränrohr mit Kokos-Vollfilter
Ein Dränrohr mit Kokos-Vollfilter trägt eine Ummantelung aus Kokosfasern, einem nachwachsenden Naturprodukt. Es ist das leichteste ummantelte Rohr im Programm und gehört in Sand- und Moorboden. Die Fasern sind rundherum aufgebracht, sodass Wasser von allen Seiten eintreten kann.
Was ist ein Kokos-Vollfilterrohr?
Ein Kokos-Vollfilterrohr ist ein geschlitztes Dränrohr, das werkseitig rundherum mit Kokosfasern ummantelt wurde. Die Fasern sind mit Kunststofffäden fest mit dem Rohr verbunden, sodass die Lage beim Abrollen und Verfüllen an ihrem Platz bleibt.
Der Reiz liegt in der Herkunft des Materials. Kokosfaser ist ein Nebenprodukt der Kokosnussverarbeitung, nachwachsend und am Ende der Standzeit vollständig biologisch abbaubar. Wer eine Dränung möglichst ressourcenschonend bauen will, findet hier die naheliegende Lösung.
Kokos oder Kunststofffilter?
| Kokos | PP-Ummantelung | |
|---|---|---|
| Material | Naturfaser, nachwachsend | Polypropylen, auch aus Recyclat |
| Standzeit der Ummantelung | begrenzt, Abbau im Boden | über die Lebensdauer des Rohres |
| Boden | Sand und Moor | je nach Ausführung von Ton bis Kies |
| Gewicht | sehr gering | gering |
| Ökologie | biologisch abbaubar | langlebig, kein Faserabbau im Boden |
Beide Wege sind vertretbar. Entscheidend ist, wie lange die Anlage halten soll und ob sie später noch zugänglich ist. Unter einem Rasen lässt sich nachbessern, unter einer Terrasse nicht.
Wo spielt Kokos seine Stärke aus?
- Sandboden: die Fasern halten Sandkörner zurück und lassen Wasser frei durch.
- Moor- und Torfboden: organisches Material trifft auf organischen Filter, es gibt keine chemische Unverträglichkeit.
- Reitplatz und Paddock: große Flächen, viele laufende Meter, da zählt jedes Kilo weniger.
- Gartenprojekte mit ökologischem Anspruch, bei denen kein Kunststoffvlies im Boden bleiben soll.
Wie verlegen Sie ein Kokosrohr?
- Graben mit gleichmäßigem Gefälle ausheben, mindestens 0,5 Prozent, in der Praxis 1 bis 2 Prozent.
- Kiesbett von 10 bis 15 Zentimetern einbringen und abziehen.
- Rohr abrollen, ohne die Ummantelung über scharfe Kanten zu ziehen.
- Mit mindestens 10 Zentimetern Kies überdecken, damit die Faserlage nicht direkt belastet wird.
- Oberboden auffüllen und die Strangenden markieren, damit Sie sie später wiederfinden.
Richtwerte aus der deutschen Praxis. Maßgebend sind DIN 4095 für die Gebäudedränung und DIN 4262-1 für Rohre und Formstücke.
Das gehört dazu
Gekoppelt wird mit der Drainage-Klickmuffe, abgezweigt mit dem Drainage-T-Stück. Am oberen Ende sitzt eine Endkappe, am Tiefpunkt ein Drainageschacht, von dort geht es über ein Auslaufrohr weiter. Die langlebigen Alternativen stehen unter PP450 und PP700, die komplette Übersicht unter Drainagerohre.
Häufige Fragen zum Kokos-Dränrohr
Für welchen Boden ist Kokos gedacht?
Kokos passt zu Sand- und Moorböden. Die Faserlage hält dort feine Teilchen zurück, ohne den Wasserdurchtritt zu bremsen. In schwerem Lehm oder Ton ist ein feinerer Kunststofffilter wie PP450 die bessere Wahl, weil dort sehr feines Material anfällt, das die Naturfaser weniger zuverlässig abhält.
Wie lange hält eine Kokosummantelung?
Kokos ist eine Naturfaser und baut sich im Boden ab. Unser Lieferant nennt für die Ummantelung eine Standzeit von rund zehn Jahren. Deutsche Fachquellen nennen teils kürzere Zeiträume, abhängig von Bodenleben, Temperatur und Feuchte. Wer auf Jahrzehnte plant, nimmt deshalb eine PP-Ummantelung.
Was passiert, wenn die Kokosfaser abgebaut ist?
Das Rohr selbst bleibt unversehrt, es besteht aus Kunststoff und verrottet nicht. Ohne Filterlage wirkt es dann wie ein Rohr ohne Ummantelung. Liegt es in einem Kiesbett mit Geotextil, übernimmt dieses die Filterfunktion weiter, liegt es direkt im Boden, lässt die Leistung nach.
Warum ist das Rohr so leicht?
Die Kokoslage ist locker aufgebaut und dadurch leichter als eine dichte Kunststoffummantelung. Bei längeren Strängen und beim Abrollen in einen fertigen Graben macht das einen spürbaren Unterschied. Beachten Sie aber: Kokos nimmt Wasser auf, eine nasse Rolle wiegt deutlich mehr als eine trockene.
Was bedeutet Vollfilter?
Vollfilter meint, dass die Ummantelung das Rohr rundherum umschließt und nicht nur auf der Oberseite liegt. Wasser kann damit von allen Seiten eintreten. Das passt zum Vollsickerrohr, das nach DIN 4262-1 über den gesamten Umfang geschlitzt ist.
Wie lange soll die Anlage halten?
Diese eine Frage entscheidet zwischen Kokos und PP. Sagen Sie uns, was über der Leitung liegen wird, Rasen oder Pflaster, dann empfehlen wir die passende Ummantelung. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.