Tauchpumpe ohne Schwimmer
Eine Tauchpumpe ohne Schwimmerschalter läuft, solange Strom anliegt. Geschaltet wird sie von Hand oder von einer externen Steuerung, nicht vom Wasserstand. Lieferbar als Klarwasser- und als Schmutzwasserausführung, in 230 und 400 Volt.
Was unterscheidet sie von der Automatikvariante?
Nur eines: Sie entscheidet nicht selbst. Eine Pumpe ohne Schwimmerschalter beginnt zu fördern, sobald sie Strom bekommt, und hört auf, wenn er weggenommen wird. Alles Übrige, also Hydraulik, Laufrad, Korngröße und Förderhöhe, ist identisch mit der Ausführung mit Schwimmer.
Daraus folgen der Vorteil und zugleich die Pflicht. Der Vorteil: keine beweglichen Teile im Schacht, die verhaken können. Die Pflicht: Der Trockenlaufschutz muss von woanders kommen.
Wer übernimmt dann das Schalten?
| Steuerung | Wie geschaltet wird | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Von Hand | Stecker ziehen oder Schalter betätigen | einmaliges Leerpumpen, Baustelle |
| Externer Schwimmerschalter | unterbricht die Zuleitung | Nachrüstung an bestehender Pumpe |
| Niveausteuerung mit Sonden | Elektroden erfassen den Wasserstand, geeignet für leitfähige Medien | fester Schacht, genaue Schaltpunkte |
| Zeit- oder Bedarfssteuerung | Uhr, Sensor oder Bewässerungscomputer, immer mit einer Niveauabschaltung | Entnahme aus Graben oder Zisterne |
Richtwerte. Maßgebend sind die Angaben des Herstellers zu Anschlussleistung, Motorschutz und Eintauchtiefe. Für feste Abläufe unterhalb der Rückstauebene gelten DIN EN 12056, DIN EN 12050 und in Deutschland DIN 1986-100.
Wann ist die manuelle Pumpe im Vorteil?
- In sehr engen Schächten, in denen ein Schwimmer nicht ausschwenken kann.
- In stark verschmutztem Wasser, das einen mechanischen Schwimmer blockieren würde.
- Wenn bereits eine Steuerung vorhanden ist und die Pumpe nur ausführendes Organ sein soll.
- Wenn Sie gezielt bei Bedarf fördern wollen, etwa zur Beregnung aus einem Graben.
- Bei Drehstromgeräten, die ohnehin über einen Schaltkasten laufen.
Wie sichern Sie den Betrieb ab?
- Niveaugeber auf einer Höhe setzen, bei der die Pumpe noch sicher fördert.
- Schaltdifferenz groß genug wählen, damit die Pumpe nicht im Sekundentakt anläuft.
- Motorschutz vorsehen, bei Drehstrom üblicherweise über einen Schaltkasten.
- Kabel sauber führen und keine Verlängerung im nassen Schacht liegen lassen.
- Probelauf mit Wasser machen und prüfen, ob die Abschaltung sauber greift.
- Eintauchtiefe und Schutzart im Datenblatt mit dem Einbauort abgleichen.
Passende Steuerungen finden Sie unter Pumpensteuerung mit Trockenlaufschutz.
Was passiert bei Trockenlauf wirklich?
Das Wasser kühlt den Motor. Fällt es weg, steigt die Temperatur in der Wicklung innerhalb weniger Minuten stark an. Die Gleitringdichtung leidet zuerst, weil sie ohne Wasserfilm trocken läuft. Ein Thermoschalter schaltet bei Überhitzung ab und gibt nach dem Abkühlen wieder frei. Das ist eine Notbremse, kein Betriebskonzept.
Deshalb gehört zu jeder Pumpe ohne Schwimmer eine Abschaltung, die den Wasserstand kennt. Wer sie weggelassen hat, merkt es meist erst an der Reparaturrechnung.
Das gehört dazu
Die automatische Ausführung steht unter Tauchpumpe mit Schwimmerschalter, die Übersicht unter Tauchpumpen. Steuerungen finden Sie unter Pumpensteuerung mit Trockenlaufschutz, Anschlüsse unter Pumpenverschraubungen, den Einbauort unter Pumpenschächte.
Häufige Fragen zur Tauchpumpe ohne Schwimmer
Wann ist eine Pumpe ohne Schwimmer die bessere Wahl?
Immer dann, wenn etwas anderes den Schaltpunkt bestimmt: eine Niveausteuerung im Schaltkasten, ein Bewässerungscomputer, eine Gebäudeleittechnik oder Sie selbst. Auch in sehr engen Schächten ist sie sinnvoll, weil kein Schwimmer Platz braucht. Und überall dort, wo Schmutz einen mechanischen Schwimmer blockieren würde, fällt dieses Ausfallrisiko weg.
Wie schütze ich die Pumpe dann vor Trockenlauf?
Über eine externe Niveausteuerung mit Elektroden oder Sonden, die abschaltet, bevor der Wasserstand zu tief fällt. Viele Pumpen haben zusätzlich einen Thermoschalter in der Wicklung als letzte Sicherung. Ohne eine dieser beiden Absicherungen dürfen Sie die Pumpe nicht unbeaufsichtigt laufen lassen, denn das Medium kühlt den Motor mit.
Kann ich einen Schwimmer nachrüsten?
In vielen Fällen ja, allerdings nicht am Pumpengehäuse selbst, sondern in der Zuleitung. Ein externer Kabelschwimmerschalter wird zwischen Steckdose und Pumpe geschaltet und unterbricht den Strom. Das gilt für 230 Volt. Bei Drehstrompumpen darf der Schwimmer den Motorstrom nicht direkt schalten, dort steuert er ein Schütz im Schaltkasten an.
Was bedeutet 400 Volt bei einer Tauchpumpe?
400 Volt steht für den Drehstromanschluss. Ab etwa zwei bis drei Kilowatt Motorleistung gibt es Schmutzwasserpumpen in der Regel nur noch in Drehstromausführung, weil ein einphasiger Anschluss diese Leistung nicht mehr sinnvoll liefert. Sie brauchen dann einen Drehstromanschluss und meist einen Motorschutzschalter im Schaltkasten. Prüfen Sie nach dem Anschluss die Drehrichtung: Läuft das Laufrad falsch herum, fördert die Pumpe deutlich weniger.
Steuern Sie schon, oder schalten Sie noch von Hand?
Sagen Sie uns, ob eine Steuerung vorhanden ist und ob 230 oder 400 Volt anliegen. Dann bleiben nur noch wenige Modelle übrig. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.