Tauchpumpen
Eine Tauchpumpe steht vollständig im Wasser und fördert es über einen Schlauch oder eine Druckleitung ab. Fachsprachlich heißt sie Tauchmotorpumpe, weil auch der Motor mit im Medium liegt. Wir führen Modelle von DAB, Grundfos und Pedrollo, für Klarwasser bis Schmutzwasser.
Was ist eine Tauchpumpe?
Eine Tauchpumpe wird direkt in die zu fördernde Flüssigkeit gestellt. Ein Laufrad schleudert das Wasser nach außen und drückt es über den Druckanschluss in Schlauch oder Rohrleitung. Weil der Motor mit im Wasser liegt, wird er vom Medium gekühlt. Erst das erlaubt die kompakte Bauform.
Der Unterschied zur Gartenpumpe ist grundlegend: Eine Gartenpumpe steht trocken und saugt das Wasser an. Eine Tauchpumpe muss nicht ansaugen, sie drückt das Wasser weg. Deshalb spielt die Ansaughöhe keine Rolle, und deshalb funktioniert sie auch in einem tiefen Schacht. An ihre Stelle treten der Mindestwasserstand und die maximale Eintauchtiefe.
Welche Bauarten gibt es?
| Bauart | Korngröße | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Klarwasserpumpe | etwa 2 bis 5 mm | Regenwasser, Zisterne, Pool, Teich |
| Flachsaugende Tauchpumpe | meist bis 5 mm, Restwasser 2 bis 3 mm | Keller und Flächen wischtrocken pumpen |
| Schmutzwasserpumpe | etwa 10 bis 35 mm | Baugrube, Schacht, Pumpensumpf, Graben |
| Abwasser- und Fäkalienpumpe | ab etwa 40 mm, professionell mehr | fäkalienhaltiges Abwasser, Hebeanlage |
Richtwerte. Maßgebend sind die Angaben des Herstellers zu Korngröße, Förderhöhe und Eintauchtiefe. Für feste Abläufe unterhalb der Rückstauebene gelten DIN EN 12056 und DIN EN 12050.
Wie legen Sie die Pumpe aus?
- Wasser beurteilen. Klar, trüb oder mit Feststoffen? Daraus folgt die nötige Korngröße.
- Förderhöhe messen: Höhenunterschied vom Wasserspiegel bis zum Auslauf, in Metern.
- Reibungsverluste in der Leitung dazurechnen. Ein langer, dünner Schlauch kostet zusätzliche Meter Förderhöhe.
- Fördermenge in Litern je Stunde festlegen. 1.000 Liter je Stunde entsprechen einem Kubikmeter je Stunde.
- Rund 20 Prozent Reserve auf die berechnete Förderhöhe aufschlagen, damit die Pumpe nicht am Rand ihrer Kennlinie arbeitet. Auf die Fördermenge schlagen Sie nichts auf: Eine deutlich zu große Pumpe leert den Schacht zu schnell und fängt an zu takten.
- Schacht prüfen. Passt die Pumpe samt Schwimmer hinein und wie tief darf sie eintauchen?
Wofür wird eine Tauchpumpe eingesetzt?
- Überfluteten Keller leerpumpen, nach Starkregen oder Rohrbruch.
- Pumpensumpf und Schacht dauerhaft trocken halten.
- Zisterne und Regentonne für die Gartenbewässerung anzapfen.
- Baugrube entwässern, solange der Rohbau offen steht.
- Flachdach nach einem Wolkenbruch entlasten.
- Teich, Pool oder Springbrunnen ablassen und reinigen.
- Wasser aus einem Entwässerungsgraben zur Beregnung entnehmen.
In älteren Häusern kommt der Kriechkeller dazu. Der häufigere Einbauort ist aber der Pumpensumpf im Keller.
Worauf achten Sie bei der Aufstellung?
Stellen Sie die Pumpe nicht direkt auf den Schlamm, sondern auf eine Platte oder einen festen Untergrund. So gelangt nicht sofort alles mit in die Pumpe, was sich unten abgesetzt hat. Im Schacht braucht der Schwimmerschalter Platz zum Ausschwenken: Bei einem Kabelschwimmer liegt die freie Kabellänge üblicherweise zwischen 100 und 200 Millimetern, und der Schacht sollte dann mindestens rund 400 mal 400 Millimeter messen. Ist weniger Platz vorhanden, nehmen Sie eine Pumpe mit Hebelarm oder mit integriertem Schwimmerschalter.
Achten Sie außerdem auf drei Angaben im Datenblatt: die Schutzart nach IP, die maximale Eintauchtiefe in Metern und die Kabellänge. Ein zu kurzes Kabel zwingt Sie zu einer Verlängerung, und die gehört nicht in einen nassen Schacht.
Das gehört dazu
Die automatische Variante steht unter Schmutzwasser-Tauchpumpe mit Schwimmerschalter, die manuelle unter Tauchmotorpumpe ohne Schwimmer. Für gröbere Feststoffe nehmen Sie eine Schmutzwasserpumpe, für wischtrockene Flächen eine flachsaugende Tauchpumpe. Den festen Einbauort finden Sie unter Pumpenschächte, Anschlüsse unter Pumpenzubehör.
Häufige Fragen zu Tauchpumpen
Wie wähle ich die richtige Tauchpumpe?
Drei Angaben entscheiden: die Verschmutzung des Wassers als Korngröße in Millimetern, die benötigte Fördermenge in Litern je Stunde und die Förderhöhe in Metern. Messen Sie den Höhenunterschied vom Wasserspiegel bis zum Auslauf und schlagen Sie rund 20 Prozent Reserve auf die Förderhöhe auf. Erst danach schauen Sie auf Marke und Preis.
Was bedeutet Förderhöhe?
Die Förderhöhe ist die Höhe, die die Pumpe überwinden kann, angegeben in Metern Wassersäule. Sie setzt sich aus dem Höhenunterschied und den Reibungsverlusten in der Leitung zusammen. Ein Bar Druck entspricht dabei etwa zehn Metern Wassersäule. Wichtig ist der Zusammenhang mit der Fördermenge: Je höher das Wasser steigen muss, desto weniger schafft die Pumpe. Wie viel genau, zeigt die Pumpenkennlinie im Datenblatt.
Klarwasser oder Schmutzwasser?
Klarwasserpumpen sind für nahezu partikelfreies Wasser gemacht und verkraften Korngrößen von etwa 2 bis 5 Millimetern. Schmutzwasserpumpen bewältigen gröbere Feststoffe, üblicherweise 10 bis 35 Millimeter. Kommt Sand, Laub oder Schlamm mit, nehmen Sie die Schmutzwasservariante. Eine Klarwasserpumpe in trübem Wasser blockiert früher oder später am Laufrad.
Was ist Trockenlauf und warum ist er gefährlich?
Trockenlauf heißt, dass die Pumpe läuft, ohne Wasser zu fördern. Das Medium kühlt den Motor mit, deshalb erhitzt sich die Pumpe ohne Wasser innerhalb von Minuten. Ein Schwimmerschalter verhindert das, indem er rechtzeitig abschaltet. Viele Modelle haben zusätzlich einen Thermoschalter, der die Wicklung schützt und nach dem Abkühlen wieder freigibt. Der Thermoschalter ist die Notbremse, der eigentliche Schutz bleibt die Niveauabschaltung.
Darf ich jede Flüssigkeit pumpen?
Nein. Tauchpumpen dieser Bauart sind für Regen- und Grauwasser ohne lange Fasern bestimmt. Nicht geeignet sind brennbare Flüssigkeiten, aggressive Medien, stark schleifende Suspensionen und Wasser mit langfaserigen Bestandteilen wie Textilresten. Für Salzwasser gibt es eigene Ausführungen. Achten Sie außerdem auf die zulässige Medientemperatur und darauf, dass diese Pumpen nicht für Trinkwasser zugelassen sind. Prüfen Sie das Datenblatt, bevor Sie eine Pumpe außerhalb ihres Einsatzbereichs verwenden.
Was steht bei Ihnen im Wasser?
Beschreiben Sie uns kurz den Einbauort, den Höhenunterschied und wie sauber das Wasser ist. Danach nennen wir Ihnen zwei passende Modelle statt zwanzig. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.