Schmutzwasser-Tauchpumpe mit Schwimmerschalter
Eine Tauchpumpe mit Schwimmerschalter startet und stoppt von selbst. Der Schwimmer steigt mit dem Wasser, schaltet beim Einschaltniveau ein und beim Ausschaltniveau wieder ab.
Wir führen Ausführungen mit Kabelschwimmer, Hebelarm und integriertem Schalter.
Was macht der Schwimmerschalter?
Der Schwimmerschalter macht aus einer handgeschalteten Pumpe eine Automatikpumpe. Ohne ihn müssen Sie selbst entscheiden, wann gepumpt wird. Mit ihm übernimmt der Wasserstand diese Entscheidung, und das ist überall dort nötig, wo niemand danebensteht: im Pumpensumpf, im Schacht, auf dem Flachdach.
Die Schaltpunkte heißen Einschaltniveau und Ausschaltniveau. Der Abstand dazwischen, die Schaltdifferenz, bestimmt, wie oft die Pumpe anläuft, und damit ihre Lebensdauer.
Welche Schaltvarianten gibt es?
| Bauart | Wie sie arbeitet | Passt zu |
|---|---|---|
| Kabelschwimmerschalter | Schwimmerkörper an einem Kabel, schwenkt frei | weite Schächte, große Schaltdifferenzen |
| Schwimmerschalter mit Hebelarm | Schwimmer an einem kurzen, fest montierten Arm | mittlere Schächte, feste Schaltpunkte |
| Integrierter Schwimmerschalter | im Gehäuse verbaut, nichts steht ab | enge Schächte, Pumpensumpf |
| Elektronische Niveausteuerung | Sensor statt Mechanik | Anlagen mit genauen Schaltpunkten |
Richtwerte. Maßgebend sind die Angaben des Herstellers zu Schaltniveaus, Schaltleistung und Eintauchtiefe. Für feste Abläufe unterhalb der Rückstauebene gelten DIN EN 12056, DIN EN 12050 und in Deutschland DIN 1986-100.
Wie stellen Sie die Schaltpunkte ein?
- Ausschaltniveau bestimmen: so tief, dass die Pumpe noch fördert und nicht trockenläuft.
- Einschaltniveau bestimmen: so hoch, dass der Sammelraum sinnvoll gefüllt ist, aber nichts überläuft.
- Freie Kabellänge einstellen, beim Kabelschwimmer üblicherweise 100 bis 200 Millimeter. Je länger das freie Kabel, desto größer die Schaltdifferenz.
- Schwenkbereich freiräumen, damit der Schwimmer nirgends anstößt.
- Probelauf machen: Wasser einfüllen und prüfen, ob beide Schaltpunkte sauber erreicht werden.
- Druckleitung seitlich führen, nicht durch den Schwenkbereich des Schwimmers.
Wo lohnt sich die Automatik besonders?
- Im Pumpensumpf, der dauerhaft trocken bleiben soll.
- Im Keller unterhalb der Rückstauebene, als Absicherung gegen Starkregen. Die Rückstauebene ist in der Regel die Straßenoberkante vor dem Grundstück; alles darunter kann bei Rückstau im Kanal volllaufen.
- Auf dem Flachdach, wo niemand nachsieht.
- In der Baugrube über Nacht und am Wochenende.
- Im Schacht eines Ferienhauses, das längere Zeit leer steht.
Sitzt dagegen ein fester Ablauf unter der Rückstauebene, reicht eine Pumpe allein nicht aus. Für fäkalienhaltiges Abwasser, also das WC, schreibt die Norm eine Hebeanlage mit Rückstauschleife über die Rückstauebene vor. Bei fäkalienfreiem Abwasser wie einer Duschtasse lässt die Norm unter engen Voraussetzungen auch einen Rückstauverschluss zu. Klären Sie das mit dem ausführenden Fachbetrieb. Die Einordnung dazu steht unter Abwassersysteme und Kanalrohre.
Was geht an der Automatik schief?
| Symptom | Häufigste Ursache |
|---|---|
| Pumpe läuft gar nicht an | Schwimmer verhakt oder Schwenkbereich blockiert |
| Pumpe taktet im Sekundentakt | Schaltdifferenz zu klein, Kabel zu kurz eingestellt |
| Pumpe läuft durch und wird heiß | Schwimmer hängt in oberer Stellung fest |
| Wasser steht höher als gewollt | Einschaltniveau zu hoch eingestellt |
Das gehört dazu
Die manuelle Variante finden Sie unter Tauchmotorpumpe ohne Schwimmer, die Übersicht unter Tauchpumpen. Für gröbere Feststoffe sehen Sie sich die Schmutzwasserpumpe an. Den passenden Einbauort finden Sie unter Pumpenschächte, Schläuche und Verschraubungen unter Pumpenverschraubungen.
Häufige Fragen zur Tauchpumpe mit Schwimmerschalter
Wie funktioniert ein Schwimmerschalter?
Der Schwimmer schwimmt auf dem Wasser. Steigt der Spiegel, kippt er nach oben und schließt den Kontakt: Die Pumpe läuft an. Sinkt der Spiegel, kippt er zurück und unterbricht den Kontakt. Die beiden Höhen heißen Einschaltniveau und Ausschaltniveau. Beim Kabelschwimmer stellen Sie die Schaltdifferenz über die freie Kabellänge ein, üblicherweise zwischen 100 und 200 Millimetern.
Welche Schwimmerbauart passt zu meinem Schacht?
In einem weiten Schacht ist der Kabelschwimmer die robusteste Lösung, weil er große Schaltdifferenzen erlaubt. In einem engen Schacht braucht er zu viel Platz; dort nehmen Sie eine Pumpe mit Hebelarm oder mit integriertem Schwimmerschalter. Die integrierte Variante hat keine außen liegenden beweglichen Teile und kann deshalb nicht an der Schachtwand hängen bleiben.
Warum schaltet die Pumpe ständig ein und aus?
Weil die Schaltdifferenz zwischen Einschalt- und Ausschaltniveau zu klein ist. Die Pumpe leert den Schacht in Sekunden, das Wasser läuft nach, sie startet erneut. Das nennt man Takten, und es kostet Motorlebensdauer. Vergrößern Sie die freie Kabellänge des Schwimmers oder wählen Sie einen größeren Sammelraum, dann läuft die Pumpe seltener und dafür länger.
Schützt der Schwimmer vor Trockenlauf?
Ja, das ist seine zweite Aufgabe. Er schaltet ab, bevor der Wasserstand unter das Niveau fällt, bei dem die Pumpe noch fördert. Viele Modelle haben zusätzlich einen Thermoschalter in der Wicklung, der bei Überhitzung abschaltet und nach dem Abkühlen wieder freigibt. Der eigentliche Trockenlaufschutz bleibt aber der Schwimmer, der Thermoschalter ist nur die Notbremse.
Kann der Schwimmer blockieren?
Ja, und das ist ein häufiger Ausfallgrund. Ein Kabelschwimmer verhakt sich an der Schachtwand, an einer Rohrleitung oder an einem Kabel und bleibt dann in einer Stellung stehen. Halten Sie den Schwenkbereich frei, führen Sie das Druckrohr an einer Seite hoch und prüfen Sie den Schwimmer bei jeder Wartung von Hand.
Wie groß ist Ihr Schacht?
Messen Sie Länge, Breite und Tiefe. Danach sagen wir Ihnen, welche Schwimmerbauart hineinpasst und wie weit die Schaltpunkte auseinanderliegen dürfen. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.