Drainage-Reduzierstück
Ein Drainage-Reduzierstück verbindet zwei Dränrohre unterschiedlicher Nennweite in derselben Flucht, zum Beispiel dort, wo ein Sauger in DN 65 als Sammler in DN 100 weiterläuft. Unser Sortiment deckt 50 bis 160 Millimeter ab, dazu Übergangsstücke vom Dränrohr auf ein PVC-Abwasserrohr.
Was ist ein Drainage-Reduzierstück?
Ein Drainage-Reduzierstück ist ein kurzes Formstück mit zwei unterschiedlich großen Anschlüssen. Es setzt eine Dränleitung von einer Nennweite auf die nächste um, ohne dass eine offene Stelle bleibt.
Im Sprachgebrauch der Baumärkte heißt das Teil auch Reduziermuffe oder schlicht Reduzierung. Gemeint ist dasselbe: die Verbindung zweier Rohre mit verschiedenen Durchmessern.
Warum ändert sich die Nennweite überhaupt?
In einer Dränung gibt es zwei Arten von Leitungen. Die Sauger holen das Wasser aus der Fläche, der Sammler führt es ab. Jeder zusätzliche Sauger bringt mehr Wasser in den Sammler, also muss der Sammler größer sein als die einzelnen Zuläufe.
Bei einer Gartendränung mit drei bis fünf Strängen laufen typischerweise Sauger in DN 60 oder DN 65 auf einen Sammler in DN 100. Am Ende des Sammlers folgt dann der Übergang auf ein glattes Rohr, das zum Graben, zur Rigole oder zum Pumpenschacht führt.
Welches Stück brauchen Sie an welcher Stelle?
| Stelle in der Leitung | Formstück | Verbindung |
|---|---|---|
| Sauger läuft als Sammler weiter | Reduzierstück | zwei Verbindungsmuffen |
| Sauger kommt seitlich an den Sammler | reduziertes T-Stück | Abzweig in der Nennweite des Saugers |
| Alte Leitung auf neue Nennweite | Reduzierstück | zwei Verbindungsmuffen |
| Sammler auf Abflussrohr | Übergangsstück Dränrohr auf KG-Rohr | Verbindungsmuffe und KG-Anschluss |
| Anschluss an Schacht oder Rigole | Übergangsstück Dränrohr auf KG-Rohr | Verbindungsmuffe und KG-Anschluss |
Richtwerte aus der deutschen Praxis. Maßgebend sind DIN 4262-1 für Rohre und Formstücke, DIN 4095 für die Dränung baulicher Anlagen und DIN 1185 für die Flächendränung von Sport-, Reit- und landwirtschaftlichen Flächen.
So wählen Sie die richtige Kombination
- Zählen Sie die Sauger, die auf einen Sammler laufen. Je mehr, desto größer der Sammler.
- Legen Sie die Nennweiten fest, im Garten typischerweise DN 60 bis DN 80 für Sauger und DN 100 bis DN 125 für den Sammler.
- Messen Sie nach, wenn Sie an eine vorhandene Leitung anschließen. Maßgebend ist der Außendurchmesser.
- Prüfen Sie das Rohrende: gewellt bedeutet Reduzierstück, glatt bedeutet Übergangsstück.
- Bestellen Sie ein Stück mehr als geplant. Im Graben kommt fast immer ein Anschluss dazu, den vorher niemand eingeplant hat.
Worauf kommt es beim Einbau an?
Längen Sie beide Rohrenden rechtwinklig im Wellental ab und entfernen Sie den Grat. Streifen Sie die Filterummantelung zurück, bevor Sie stecken, und ziehen Sie sie danach wieder darüber. Ein Vlieszipfel in der Verbindung ist die häufigste Ursache für eine Leitung, die sich ausgerechnet am Formstück zusetzt.
Achten Sie auf die Lage: Das Reduzierstück gehört in das durchgehende Gefälle, nicht in eine Mulde. Sitzt es in einem Tiefpunkt, sammelt sich dort Feinmaterial, das beim nächsten Spülen nicht ohne Weiteres mitgeht.
Das gehört dazu
Gleiche Nennweiten verbindet die Drainage-Klickmuffe, Abzweige das Drainage-T-Stück, Kreuzungen das Drainage-Kreuzstück. Richtungswechsel macht der Drainage-Bogen. Das passende Rohr finden Sie unter Drainagerohre, den Kontrollpunkt unter Drainageschacht.
Häufige Fragen zum Drainage-Reduzierstück
Wann brauche ich ein Reduzierstück?
Immer dann, wenn sich die Nennweite in der Leitung ändert. Der klassische Fall ist der Anschluss mehrerer dünner Sauger an einen dickeren Sammler. Ein zweiter Fall ist der Übergang von einer vorhandenen alten Leitung auf eine neue mit anderem Maß. Ohne Reduzierstück bleibt an der Stelle ein Spalt, durch den Feinmaterial in die Leitung gerät.
Was ist der Unterschied zwischen Reduzierstück und Übergangsstück?
Ein Reduzierstück verbindet zwei gewellte Dränrohre unterschiedlicher Größe, beide Seiten haben eine Klickmuffe. Ein Übergangsstück verbindet ein Dränrohr mit einem glatten KG-Rohr aus PVC-U, also zwei verschiedene Rohrarten. Das brauchen Sie am Anschluss an den Kanal, an einen Schacht oder an eine Rigole, wo das Wasser nicht mehr versickern soll.
Wie herum baue ich das Reduzierstück ein?
In Fließrichtung wird nie verengt, sondern immer erweitert. Das Wasser läuft vom kleineren Sauger in den größeren Sammler. Setzen Sie das Reduzierstück anders herum ein, kommt es genau an dieser Stelle zum Rückstau. Wenn Sie unsicher sind, folgen Sie dem Gefälle: Die größere Nennweite liegt immer hinter der kleineren, in Fließrichtung gesehen.
Welche Größen gibt es?
Wir führen Reduzierstücke von 50 bis 160 Millimeter in den gebräuchlichen Paarungen, dazu die Übergangsstücke auf PVC. Welche Kombination Sie brauchen, ergibt sich aus Ihrer Planung: Der Sammler bekommt die Nennweite, die das Wasser aller angeschlossenen Sauger aufnehmen kann. Im Hausgarten sind das meist DN 100 oder DN 125.
Muss ich das Reduzierstück abdichten?
Bei der Verbindung zweier Dränrohre nicht, dort genügt die Steckverbindung. Beim Übergang auf ein KG-Rohr sieht es anders aus: Ab dort soll kein Wasser mehr ein- oder austreten. Verwenden Sie an dieser Stelle ein Übergangsstück mit Dichtring. Erdverlegt wird in Deutschland mit KG-Rohr gearbeitet, das über Steckmuffe und Lippendichtring verbunden wird. Geklebt wird dort nicht.
Unsicher, welche Paarung Sie brauchen?
Nennen Sie uns die beiden Außendurchmesser und sagen Sie, ob das Gegenstück gewellt oder glatt ist. Damit finden wir das richtige Teil in wenigen Minuten. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.