Böschungsrinne
Eine Böschungsrinne ist eine oben offene PVC-Halbschale von einem Meter Länge. Sie führt das Wasser aus einem Dränauslauf die Böschung hinunter in den Graben, ohne dass der Boden ausgespült wird. Erhältlich passend zu Dränrohren von 50 bis 125 Millimeter.
Was ist eine Böschungsrinne?
Eine Böschungsrinne, auch Auslaufrinne oder Böschungsschale genannt, ist ein halbrundes, oben offenes PVC-Profil von 100 Zentimetern Länge. Sie liegt auf der Böschung eines Grabens und leitet das Wasser, das aus einer Dränleitung austritt, an der Oberfläche bis zur Sohle des Grabens oder Vorfluters.
Sie ist also kein Rohr und kein Teil der Dränleitung, sondern das Bauteil hinter dem Auslauf. Die Leitung endet oben an der Böschungskante, die Rinne übernimmt von dort.
Warum reicht der Auslauf allein nicht?
Wasser, das aus einem Rohr auf eine Böschung fällt, trägt Erde ab. Der Effekt ist im ersten Jahr kaum sichtbar und nach fünf Jahren nicht mehr zu übersehen: eine tiefe Kerbe unter dem Auslauf, ein freiliegendes Rohrende, eine abrutschende Böschungskante.
Besonders schnell geht es dort, wo die Böschung steil ist, wo sie nicht bewachsen ist und wo das Wasser stoßweise kommt. Genau das ist bei einer Dränleitung der Fall: Nach einem Starkregen läuft sie tagelang, danach wochenlang gar nicht. In den trockenen Phasen wächst die Grasnarbe nicht schnell genug nach, um den Schaden zu schließen.
Welche Größe passt zu welcher Leitung?
| Nennweite der Dränleitung | Böschungsrinne | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 50 bis 65 mm | 50, 60 oder 65 mm | Gartendränung, einzelner Strang |
| 80 mm | 80 mm | Sammelleitung im Hausgarten |
| 100 mm | 100 mm | Sammler, Reitplatz, großer Garten |
| 125 mm | 125 mm | landwirtschaftliche Fläche, Sportplatz |
Alle Maße sind Außendurchmesser des Dränrohrs, denn das ist bei Dränleitungen das maßgebende Maß.
Wie bauen Sie die Rinne ein?
- Auslaufpunkt festlegen. Das Rohrende soll etwa zehn Zentimeter über dem höchsten zu erwartenden Wasserstand im Graben liegen, damit sich in der Leitung kein Rückstau bildet.
- Bett ausheben. Ziehen Sie eine flache Mulde von der Böschungskante bis zur Sohle, so tief, dass die Rinne bündig liegt.
- Rinnen einlegen, von unten nach oben, die obere in die untere, mit etwa zehn Zentimetern Überlappung.
- Oberes Ende unter den Auslauf schieben, sodass der Strahl mittig in die Rinne fällt und nicht auf den Rand.
- Befestigen mit Erdnägeln oder Holzpflöcken links und rechts, an jeder Rinne mindestens zweimal.
- Ränder andrücken und die Grasnarbe wieder anschließen, damit kein Wasser seitlich unter die Rinne läuft.
Wann brauchen Sie zusätzlich eine Klappe?
Liegt der Auslauf nahe am Wasserspiegel, kann bei Hochwasser Wasser rückwärts in die Leitung drücken und Schlamm mitnehmen. Eine Rückschlagklappe am Rohrende verhindert das. Sie öffnet nur in Fließrichtung und hält gleichzeitig Mäuse und Ratten draußen, die sonst gern in offene Dränenden kriechen.
Bei hoch liegenden Ausläufen ist die Klappe entbehrlich. Ein Nagerschutzgitter am Rohrende lohnt trotzdem fast immer.
Das gehört dazu
Das Rohrende zum Graben finden Sie unter Drainage-Auslaufrohr, die letzte dichte Strecke davor unter Dränrohr ungelocht. Passende Leitungen stehen unter Drainagerohre, Verbinder unter Drainage-Zubehör. Soll das Wasser statt in den Graben ins Erdreich versickern, sehen Sie sich die Sickerboxen und Rigolensysteme an.
Häufige Fragen zur Böschungsrinne
Wozu dient eine Böschungsrinne?
Eine Böschungsrinne schützt die Grabenböschung vor Erosion. Ohne sie fällt das Wasser aus dem Dränauslauf frei auf die Erde und spült sich in wenigen Wintern eine Kerbe, die die Böschung unterspült und den Auslauf freilegt. Die Rinne führt das Wasser stattdessen kontrolliert bis zur Grabensohle und verteilt die Energie des Strahls.
Welche Größe brauche ich?
Die Böschungsrinne richtet sich nach der Nennweite Ihrer Dränleitung. Wir führen die Größen 50, 60, 65, 80, 100 und 125 Millimeter. Nehmen Sie die Größe, die zu Ihrem Auslaufrohr passt. Eine Nummer größer schadet nicht, weil die Rinne nur führt und nicht dichtet, eine Nummer kleiner dagegen schon.
Wie lang ist eine Böschungsrinne?
Die Standardlänge beträgt 100 Zentimeter. Ist Ihre Böschung höher, setzen Sie mehrere Rinnen überlappend hintereinander, die obere jeweils in die untere. Eine Überlappung von etwa zehn Zentimetern reicht. Rechnen Sie deshalb mit rund 90 Zentimetern nutzbarer Länge je Rinne. Wichtig ist nur, dass keine Stufe entsteht, an der das Wasser seitlich austritt und sich wieder einen eigenen Weg sucht.
Wie befestige ich die Rinne an der Böschung?
Legen Sie die Rinne in ein flach ausgehobenes Bett, damit sie mit der Oberkante bündig liegt und nicht übersteht. Befestigt wird sie mit Erdnägeln oder eingeschlagenen Holzpflöcken links und rechts. Auf einer bewachsenen Böschung wächst das Gras innerhalb einer Saison über die Ränder und hält die Rinne zusätzlich fest.
Wie hoch ist Ihre Böschung?
Messen Sie die Höhe von der Grabensohle bis zum Auslauf und nennen Sie uns die Nennweite. Dann wissen wir, wie viele Rinnen Sie brauchen und ob eine Rückstauklappe sinnvoll ist. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.