Dränrohr ungelocht
Ein ungelochtes Dränrohr, im Handel auch Blindrohr genannt, ist ein gewelltes Rohr ohne Schlitze. Es transportiert das gesammelte Wasser weiter, ohne unterwegs welches aufzunehmen oder abzugeben. Lieferbar in DN 50, DN 60 und DN 80 auf 50-Meter-Rollen.
Was ist ein ungelochtes Dränrohr?
Ein ungelochtes Dränrohr ist ein gewelltes Kunststoffrohr in denselben Nennweiten wie das geschlitzte, nur ohne Perforation. In Katalogen und Baumärkten finden Sie es als Blindrohr, ungeschlitztes Rohr oder Drainagerohr ungelocht. Nach DIN 4262-1 ist es ein Rohr vom Typ R2 ohne Perforation, also innen glatt und außen profiliert.
Die Welle bleibt, weil sie das Rohr ringsteif und trotzdem biegsam macht. Sie können es also von der Rolle abwickeln und in weiten Radien verlegen, ohne Formstücke zu setzen.
Wo liegt der Unterschied zum geschlitzten Rohr?
| Eigenschaft | Geschlitztes Dränrohr | Ungelochtes Dränrohr |
|---|---|---|
| Aufgabe | Wasser aus dem Boden aufnehmen | Wasser transportieren |
| Perforation | LP (Teilsickerrohr), MP (Mehrzweckrohr) oder TP (Vollsickerrohr) | keine |
| Filterummantelung | meist nötig | nicht nötig |
| Kiesbett | ringsum nötig | nur als Auflage |
| Typische Lage | in der Fläche | auf der Ableitungsstrecke |
Richtwerte aus der deutschen Praxis. Maßgebend sind DIN 4262-1 für Rohre und Formstücke, DIN 4095 für die Dränung baulicher Anlagen und DIN 1185 für die Flächendränung von Sport-, Reit- und landwirtschaftlichen Flächen.
Wie lang muss die dichte Strecke sein?
Eine feste Regel gibt es nicht, wohl aber eine einfache Überlegung: Das ungelochte Rohr beginnt dort, wo Sie kein Wasser mehr in den Boden lassen wollen, und endet am Auslauf. Am Graben sind das oft nur die letzten zwei bis drei Meter durch die Böschung. Vor einer Rigole kann es die gesamte Strecke zwischen Sammler und Sickerbox sein.
Beim Queren eines Weges gilt: Setzen Sie den Übergang jeweils einen Meter vor und hinter der Wegkante an. Dann bleibt der Wegeaufbau auch dann trocken, wenn die Trasse nicht ganz exakt liegt.
Wie verlegen Sie das ungelochte Rohr richtig?
- Trasse abstecken und das Gefälle prüfen, mindestens 0,5 Prozent zum Auslauf.
- Sohle abziehen. Eine gleichmäßige Auflage aus Sand oder feinem Kies genügt, ein voller Kiesmantel ist hier nicht nötig.
- Rohr abrollen und in weiten Radien legen, enge Ecken mit einem Bogen ausführen.
- Übergang setzen: geschlitztes Rohr auf ungelochtes Rohr mit einer Verbindungsmuffe derselben Nennweite.
- Verfüllen und dabei seitlich verdichten, damit das Rohr nicht wandert.
- Auslauf sichern mit einer Rückschlagklappe oder einem Nagerschutzgitter, damit keine Nagetiere ins Rohr kriechen.
Warum kein KG-Rohr statt Blindrohr?
Sie können die dichte Strecke auch mit glattem KG-Rohr ausführen, das ist bei großen Nennweiten sogar üblich. Zwei Dinge sprechen im Garten für das gewellte Blindrohr: Es kommt von der Rolle, Sie brauchen also für 30 Meter kein einziges Formstück. Und es passt ohne Übergangsstück an Ihre vorhandene Dränleitung.
Umgekehrt gilt: Sobald die Leitung in einen Kanal oder einen dichten Schacht mündet, arbeiten Sie mit KG-Rohr und einem Übergangsstück weiter.
Das gehört dazu
Den Übergang macht die Drainage-Klickmuffe, den Wechsel auf ein glattes KG-Rohr das Übergangsstück unter Drainage-Reduzierstück. Am Graben schließt das Drainage-Auslaufrohr an, die Böschung schützt eine Böschungsrinne. Die geschlitzten Rohre für die Fläche stehen unter Drainagerohre.
Häufige Fragen zum ungelochten Dränrohr
Wozu ein Dränrohr ohne Löcher?
Auf der letzten Strecke zum Vorfluter, zur Rigole oder zum Schacht soll das gesammelte Wasser nur noch transportiert werden. Würde dort ein geschlitztes Rohr liegen, liefe ein Teil des Wassers wieder in den Boden, und zwar ausgerechnet an der tiefsten Stelle der Anlage. Das ungelochte Rohr hält das Wasser bis zum Auslauf zusammen.
Wann setze ich ungelochtes Rohr im Verlauf ein?
Immer dort, wo Sie keine Feuchtigkeit wollen: unter einer Terrasse, unter einem Weg, dicht an einem Baum, damit die Wurzeln nicht in die Schlitze einwachsen, oder beim Queren eines trockenen Bereichs zwischen zwei nassen Zonen. Auch als Schutzrohr für eine Leitung unter einer Zufahrt ist es die einfache Lösung.
Welche Nennweiten gibt es?
Wir führen DN 50, DN 60 und DN 80 auf Rollen zu 50 Metern. Wählen Sie dieselbe Nennweite wie bei Ihrer geschlitzten Leitung, dann brauchen Sie an der Übergangsstelle nur eine einfache Verbindungsmuffe. Für eine Leitung in DN 65 nehmen Sie DN 60 oder DN 80 mit einer Reduzierung. Ist Ihr Sammler größer als DN 80, führen Sie die dichte Strecke mit glattem KG-Rohr aus.
Ist Blindrohr dasselbe wie ein Vollwandrohr?
Nicht ganz. Blindrohr, ungelocht und ungeschlitzt meinen im Handel dasselbe Produkt: ein gewelltes Dränrohr ohne Schlitze. Vollwandrohr bezeichnet in DIN 4262-1 dagegen das glattwandige Rohr mit homogenem Wandaufbau. Bestellen Sie beim Baustoffhändler ein Vollwandrohr, bekommen Sie deshalb unter Umständen ein glattes Rohr statt der Rolle. Geschlitzte Rohre tragen nach derselben Norm die Kürzel LP für das Teilsickerrohr, MP für das Mehrzweckrohr und TP für das Vollsickerrohr.
Kann ich Vollwandrohr und geschlitztes Rohr kombinieren?
Das ist sogar der Regelfall. Die Fläche wird mit geschlitzten Rohren entwässert, die Ableitung übernimmt das Vollwandrohr. Verbunden werden beide mit einer Klickmuffe derselben Nennweite. Achten Sie nur darauf, dass der Übergang im durchgehenden Gefälle liegt und nicht in einer Mulde.
Wo endet bei Ihnen die nasse Zone?
Beschreiben Sie uns kurz, wohin das Wasser laufen soll und was auf dem Weg dorthin liegt. Dann sagen wir Ihnen, ab welchem Meter das ungelochte Rohr sinnvoll ist. Telefon +31 341 266 636, E-Mail info@irritech.de.